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WordPress zeigt nur eine weiße Seite

Aktualisiert am 12. Oktober 2026

Die Website lädt, aber der Bildschirm bleibt komplett weiß – keine Fehlermeldung, kein Text, nichts. Unter WordPress-Entwicklern heißt das scherzhaft „White Screen of Death“. Hinter der weißen Seite steckt fast immer ein PHP-Fehler, der lediglich nicht angezeigt wird. Mit der richtigen Reihenfolge finden Sie ihn meist schnell.

Kurz zusammengefasst

  • Prüfen Sie zuerst, ob nur das Frontend oder auch /wp-admin weiß ist.
  • Leeren Sie alle Caches – manchmal wird nur eine leere Seite zwischengespeichert.
  • Das Debug-Log oder das PHP-Fehlerprotokoll des Hosters verrät die Ursache.
  • Plugins und Theme deaktivieren Sie notfalls per FTP durch Umbenennen der Ordner.

Schritt 1: Wo genau ist die Seite weiß?

Rufen Sie https://ihre-domain.de/wp-admin auf. Funktioniert das Dashboard, liegt die Ursache meist im Theme, in einem Plugin, das nur im Frontend lädt, oder in einem Cache. Ist auch das Dashboard weiß, betrifft der Fehler WordPress insgesamt – häufig ein Plugin oder ein Speicherproblem. Testen Sie außerdem in einem privaten Browserfenster, damit der Browser-Cache keine Rolle spielt.

Schritt 2: Caches leeren

Nutzen Sie ein Caching-Plugin (z. B. WP Rocket, W3 Total Cache, LiteSpeed Cache), einen Server-Cache des Hosters oder ein CDN wie Cloudflare, leeren Sie alle Ebenen. Ist das Dashboard nicht erreichbar, löschen Sie per FTP den Inhalt von wp-content/cache/. Lädt die Seite danach wieder, wurde nur eine fehlerhafte Version zwischengespeichert.

Schritt 3: Fehler sichtbar machen

Öffnen Sie per FTP die wp-config.php und aktivieren Sie das Debug-Log:

define( 'WP_DEBUG', true );
define( 'WP_DEBUG_LOG', true );
define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );

Laden Sie die weiße Seite neu und öffnen Sie wp-content/debug.log. Bleibt die Datei leer, schauen Sie im Kundenmenü Ihres Hosters nach dem PHP-Fehlerprotokoll („error_log“, „Logs“ oder „Fehlerprotokolle“). Typische Einträge sind PHP Fatal error mit einem Pfad zu einem Plugin oder Theme oder Allowed memory size … exhausted.

Schritt 4: Plugins deaktivieren

Benennen Sie per FTP den Ordner wp-content/plugins in plugins-aus um. Erscheint die Website wieder, ist ein Plugin die Ursache. Benennen Sie den Ordner zurück und deaktivieren Sie die Plugins einzeln (Unterordner umbenennen), bis der Fehler wieder auftritt. Achten Sie auch auf den Ordner wp-content/mu-plugins – dort liegende Plugins sind immer aktiv.

Schritt 5: Theme wechseln

Benennen Sie den Ordner Ihres aktiven Themes unter wp-content/themes/ um. WordPress fällt dann auf ein installiertes Standard-Theme zurück. Bei Child-Themes prüfen Sie zuerst die functions.php des Child-Themes – manuelle Code-Änderungen sind eine sehr häufige Ursache für weiße Seiten.

Schritt 6: Speicherlimit und .htaccess

Bei Speicherfehlern erhöhen Sie das Limit in der wp-config.php:

define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );

Wurde die .htaccess-Datei kürzlich geändert (z. B. durch ein Sicherheits- oder Cache-Plugin), benennen Sie sie testweise in .htaccess-alt um. Lädt die Website danach, speichern Sie im Dashboard unter Einstellungen → Permalinks einmal ohne Änderungen – WordPress erstellt dann eine saubere .htaccess.

Denken Sie nach der Fehlersuche daran, WP_DEBUG wieder auf false zu setzen.

Wann Sie besser Hilfe holen sollten

Bleiben Debug-Log und Fehlerprotokoll leer, ist die Seite nach einem Hackerangriff oder einem Hosting-Umzug weiß oder betrifft der Fehler einen Shop mit laufenden Bestellungen, sparen Sie mit professioneller Hilfe meist viel Zeit und Nerven.

Häufige Fragen

Warum sehe ich keine Fehlermeldung?

Auf Live-Servern ist die Anzeige von PHP-Fehlern aus Sicherheitsgründen meist abgeschaltet. Der Fehler passiert trotzdem – er wird nur nicht angezeigt, sondern im Fehlerprotokoll des Servers oder im WordPress-Debug-Log vermerkt.

Die Seite ist nur für Besucher weiß, im Dashboard funktioniert alles.

Dann liegt die Ursache häufig im Theme oder in einem Cache. Leeren Sie zuerst Plugin-, Server- und CDN-Cache und wechseln Sie testweise auf ein Standard-Theme.

Kann ich die Website durch die Fehlersuche weiter beschädigen?

Umbenennen von Plugin- oder Theme-Ordnern ist unkritisch und jederzeit rückgängig zu machen. Vor Änderungen an der Datenbank oder der wp-config.php sollten Sie aber unbedingt eine Sicherung anlegen.

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